Reinigung von Latexkleidung

von Redaktion

Nach jedem Tragen sollte die Kleidung aus Naturgummi sorgfältig gereinigt werden, damit Schweiß- und Fettsabsonderungen, Hautschuppen sowie Rückstände von Silikonöl, Talkumpuder und speziellen Gleitmitteln entfernt werden. Auch die Wäsche nach längerer Einlagerung ist ratsam. Das Waschen von Hand wird empfohlen, aber auch die schonende Maschinenwäsche ist je nach Kleidungsstück möglich. Auch bei der anschließenden Trocknung sollten einige Punkte beachtet werden.

Latexkleidung Hand- oder Maschinenwäsche

Die Handwäsche ist bei Latexkleidung die sanfteste Methode, um Gummimode zu reinigen. Je nach Größe des Kleidungsstückes kann dazu das Handwaschbecken, ein Bottich oder die Badewanne benutzt werden. Am besten ist es, die Teile immer einzeln nacheinander zu waschen. Es wird so viel lauwarmes Wasser eingefüllt, dass die Kleidung gut bedeckt ist und locker im Wasser schwimmt. Zur Wäsche eignen sich spezielle Latex-Waschmittel aus dem Handel, da sie perfekt auf die Bedürfnisse des Materials abgestimmt sind. Alternativ tut es aber auch Spülmittel ohne hautpflegende Substanzen. Das Kleidungsstück kurz durchwaschen (mit einem Tuch oder der Hand) und abspülen.

Im zweiten Schritt bietet es sich an, erneut lauwarmes Wasser einzulassen, einen TL Silikonöl hinzuzufügen und es mit der Hand im Wasser zu vermengen. Dann das gereinigte Teil erneut kurz durchwaschen. Diese Methode verhindert das Zusammenkleben des Materials während und nach dem Trocknen. Außerdem sorgt sie für raffinierten Glanz.

Auch die Maschinenwäsche kann bei Kleidung aus Latex mit einem Wollprogramm ohne Schleudergang durchgeführt werden, wobei die Kleidung nach hellen und dunklen bzw. weißen und bunten Stücken zu trennen ist. Ausgenommen von der Reinigung in der Waschmaschine sind Mieder, BH mit Metallbügel sowie Kleidung mit größeren Metallringen oder zahlreichen Metallelementen und Gürtel aus Naturgummi. Zu beachten ist auch die zulässige Wäschemenge in kg, denn Gummikleidung bringt schnell etliche Kilos zusammen.

Die höchste Waschtemperatur mit einem speziellen Latex-Waschmittel beträgt 30 Grad. In die Weichspüler-Kammer kann ein Tiefenpflegemittel für Latex oder alternativ Silikonöl eingefüllt werden, um das Verkleben der Latexkleidung in der Maschine zu verhindern. Nach dem Waschgang mit Silikonöl sollte ein ungefüllter Durchlauf mit 60 Grad erfolgen, damit nachfolgende Waschladungen nicht mit Öl verunreinigt werden.

Für chlorierte Latexkleidung gelten die gleichen Wäschetipps.

Trocknung von Kleidung aus Latex

Gummikleidung wird nach dem Waschen abtropfen gelassen und dann zum Trocknen ohne Wäscheklammern aufgehängt. Zum Aufhängen bieten sich Bügel aus Plastik, ggf. mit Gummiüberzug, an. Auch die liegende Trocknung ist möglich. Zu vermeiden ist das Trocknen unter Einwirkung von Sonnenlicht, da es hier zu Ausbleichungen kommen kann und das Material spröde und brüchig wird. Auch das Trocknen lassen in direkter Heizungsnähe ist dem Latex abträglich.

Der Einsatz des Trockners ist zwar grundsätzlich möglich, jedoch nur mit einer sehr niedrigen Temperatur oder kalter Luft und für maximal 10 Minuten. Ein weiches Handtuch, das in den ersten Minuten des Trocknungsvorgangs mit eingelegt wird, saugt überschüssiges Wasser auf. Latexfans geben auf die noch feuchte Kleidung ein spezielles Glanzprodukt und trocknen es (ohne Handtuch) ca. 10-15 Minuten.

Chlorierte Latexstücke trocknen generell schneller und verkleben auch nach dem Waschen nicht mehr. Sie sind zudem unter den genannten Bedingungen trocknergeeignet.

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