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Latexpflege mit Silikon oder Puder

von Redaktion

Damit Kleidungsstücke, Stiefel und Accessoires aus Latex lange halten, schön anzusehen sind und ihre besonderen Materialeigenschaften behalten, brauchen sie angepasste Pflege. Diese beginnt grundsätzlich mit der regelmäßigen Reinigung direkt nach dem Tragen. Nach dem Trocknen kann die Pflege dann je nach Vorliebe und Zweck entsprechend mit Silikonöl oder Talkumpuder, die auch als Anziehhilfe dienen, vollendet werden.

Pflege mit Silikonöl

Silikon - Spraydose

Reines Silikonöl mit niedriger Viskosität oder Fließfähigkeit (50 bis maximal 100) erhält die Dehnfähigkeit und Formbarkeit der Latexkleidung, versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen, beugt Rissen und Austrocknung vor, die zum vorzeitigen Verschleiß führen können. Mode aus Latex bleibt durch Silikonöl geschmeidig weich, ist vor Umwelteinflüssen und Beschädigungen geschützt. Außerdem bringt es mattes Latex auf Hochglanz und verhindert das Zusammenkleben des Materials. Silikonöl ist geruchlos, geschmacksneutral, transparent, wasserabweisend und hautfreundlich. Auch chloriertes Latex kann von Zeit zu Zeit damit behandelt werden. So gepflegte Kleidungsstücke sollten eher kurzzeitig und im besten Fall in einer Kleiderhülle im Schrank gelagert werden. Reines Silikonöl ist im freien Handel verfügbar, es finden sich aber auch Angebote von Herstellern für Latexkleidung, die das Öl als Latexpolitur oder Glanzspray in professioneller Textur und Viskosität samt eigens entwickelten Poliertüchern bereithalten.

Pflegeanleitung: So ölen Sie Latex mit Silikon ein

Schon bei der Reinigung kann nach der eigentlichen Wäsche ein zweiter Waschgang mit etwas Silikonöl erfolgen oder man gibt Silikonöl in die Weichspülerkammer der Maschine. Die Kleidung darf noch leicht feucht sein, wenn das Silikonöl mit einem Schwämmchen oder fusselfreien Tuch auf der Außenseite aufgetragen wird. Dabei genügt wenig Öl, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Nach dem Auftragen erfolgt die Hochglanz-Politur mit einem fusselfreien, weichen Tuch (kein herkömmliches Microfasertuch). Auch die Innenseite kann dezent behandelt werden, um das Material vor Sprödigkeit zu schützen.

Was dem Latex gut tut und es auch leichter anziehbar macht, stellt auf dem Boden eine große Rutschgefahr dar. Zudem ist das Öl von Böden nur schwer zu entfernen, da es sich nicht mit Wasser verbindet. Deshalb empfiehlt sich stets die sparsame Anwendung in Badewanne oder Dusche, wobei es auch hier Lösungsmittel wie Spiritus, Waschbenzin oder Salmiakreiniger braucht, um Rückstände zu entfernen.

Pflege mit Talkumpuder

Talkumpuder erhält den matten Charakter, verhindert effektiv Verklebungen und wird bevorzugt für die längere Einlagerung oder Aufbewahrung der Latexmode verwendet. Das Puder schützt auch besonders helle Latexteile vor unschönen Verfärbungen. Wie bereits erwähnt, muss es sich um reines Talkumpuder handeln, das frei von jeglichen Zusatzstoffen ist.

Puder aus Talkum

Pflegeanleitung: So pudern Sie Latex mit Talkum ein

Das Einpudern der Kleidung wird auch als „Talkumieren“ bezeichnet.

Nach der Wäsche, bei der jegliche Öl- und Fettrückstände zu entfernen sind, sowie der vollständigen Trocknung, werden Kleidungsstück und Puder (ca. 1-2 EL) in einen verschließbaren Plastikbeutel gegeben. Durch gutes Schütteln verteilt sich das Talkumpuder optimal auf der Kleidung. Noch effektiver ist das Talkumieren, wenn es auf der Außen- und Innenseite erfolgt. Talkumpuder ist leicht durch Wasser zu entfernen, falls mal etwas daneben geht. Anschließend sollte die Kleidung direkt luftdicht, lichtgeschützt und trocken verstaut werden.

Pflegeprodukte stets auf frisch gewaschener Kleidung anwenden

Silikonöl und Talkumpuder sollten nach dem Tragen immer auf frisch gewaschener Kleidung verwendet werden. Auch, wenn die Latexteile länger gelagert wurden, empfiehlt sich eine erneute Wäsche vor dem nächsten Pflegeritual, denn es können sich selbst in gut verschlossenen Kleidersäcken Ablagerungen und leichte Staubansammlungen bilden. Diese sind keine gute Basis für das Auftragen von Silikonöl, denn Staubkörner oder anderweitige Beschmutzungen reiben sich dann mit in das Latex hinein und verursachen Mikroschleifspuren.

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